Die Geschichte von Balatonberény

Laut archäologischer Ausgrabungen ist das Gebiet von Balatonberény seit ca. 6500 Jahren ständig bevölkert.

In dieser Gegend erschienen Menschen bereits in der Jungsteinzeit, aber es gibt Fundgegenstände auch aus der Bronzezeit. Unsere Gemeinde bewahrt auch die Spuren der Römer: im Seebett des Plattensees hat der berühmte Archäologe, Rómer Flóris einen römischen Brunnen und Ziegelsteine gefunden, bzw. römische Gräber und Geldmünzen kamen aus anderen Teilen der Gemeinde zum Vorschein.

Die Anwesenheit der nach einander kommenden Kulturen der Völkerwanderung beweisen die Friedhöfe, die die Forscher auch im Boden der Gemeinde entdeckt haben.

Am Anfang des 10. Jahrhunderts wählt die Transdanubien in Besitz nehmende ungarische Bevölkerung diese fruchtbare und sichere Strecke des Plattenseeufers ebenfalls als Wohnort. Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde stammt unter dem Namen Bereyn aus 1082, aus dem Alter vom König Ladislaus dem Heiligen. Nach der Aufzeichnung war der Weinbau bereits in dieser Zeit die Haupteinnahmequelle der Ortsbewohner.

Eine aus 1121 stammende Urkunde erwähnt die Gemeine mit dem Namen Buren, dann kommt schon die Bezeichnung Franch-Beren in dem päpstlichen Zehntverzeichnis aus 1332-37 vor, die auf die damaligen Besitzer, auf die Familie Gordovai Fanch hinweist.

1536 erscheint die Gemeinde in einer Steueraufnahme schon unter dem Namen Fajsz-Berény. Nach Aufzeichnungen eines Chronisten aus dem 17. Jahrhundert ist die Gemeinde im Besitz von Zankó Miklós, der ein Abkömmling der weiblichen Linie von den Fanchen war.

1727 kam Bereny in den Besitz der Familie Hunyady und der Besitzerwechsel bringt ernste Entwicklung für das Dorf mit. Die Hunyadys bauen die aus dem14. Jahrhundert stammende Kirche im Barockstil neu auf. Mátyás Bél berichtet in der ersten wissenschaftlichen geografischen Aufzeichnung aus dem 18. Jahrhundert (notitia Hungariae Novae) schon über eine hauptsächlich aus Weinbau und Fischerei lebende, blühende Gemeinde.

An den Kämpfen der Revolution und des Freiheitskampes 1848-49 nehmen auch Soldaten aus Berény teil, aus denen 11 Heldentod erleiden. Die Wirkung der wirtschaftlichen Konjuktur nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich (1867) vermeidet das Dorf nicht: 1881 wird das neue Schloss der Familie Hunyady fertig und dank der 1863 dem Verkehr übergebenen Süd-Eisenbahn wird die Gemeinde, die auf den damaligen Landkarten bereits unter dem Namen Balaton-Berény gezeichnet wurde, zu einem landesweit bekannten Badeort am Ende des 19. Jahrhunderts. (In dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts sind bereits 4 Hotels in Betrieb, 250 Zimmer zu vermieten und 171 Badekabinen befinden sich in der Gemeinde und immer schönere Villen werden erbaut.)

Auch in den Ersten und Zweiten Weltkriegen kämpfen Soldaten aus Balatonberény und viele von ihnen geben ihr Leben für das Vaterland hin. Ihre Namen hat das Dorf auf einer Gedenktafel verewigt, genauso wie die von den örtlichen Opfern des Holocaust.

Die rasche Entwicklung der Gemeinde wird nach dem Zweiten Weltkrieg gestoppt, später verliert sie auch ihre Selbstständigkeit, die sie erst 1989 zurückgewinnen kann. Aber die Ortsbewohner haben aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahrhunderte erlernt, dass es keine hoffnungslose Situation gibt und wissen: es liegt nur an ihrer Begabtheit, Fleißigkeit und ihrem Zusammenschluss, dass die Geschehen des 21. Jahrhunderts später einmal mit goldenen Buchstaben in die Chronik von Balatonberény hineingeschrieben werden können.

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